​Wichtige Kundeninfo: Anpassung des Leistungsangebots – Annahmestopp für Kaltblüter

Donnerstag, 11. Juni 2026

Wichtige Kundeninformation: Anpassung des Leistungsangebots – Neue Bedingungen für die Bearbeitung von Kaltblütern

Liebe Kunden, Pferdebesitzer und Besucher von Huftechnik Nord-West,

bei meiner täglichen Arbeit stehen größte Sorgfalt, eine biomechanisch durchdachte Hufbearbeitung und vor allem Ruhe am Pferd an erster Stelle. Um diese Qualität bei jedem Termin gewährleisten zu können, ist ein sicheres, kooperatives und stressfreies Arbeitsumfeld für Mensch und Tier zwingend erforderlich.

Aus gegebenem Anlass und zum Schutz meiner eigenen Gesundheit muss ich heute eine weitreichende Entscheidung für meinen Betrieb mitteilen: Ab sofort werde ich die Bearbeitung von Kaltblütern regulär einstellen und Neuaufnahmen sowie bestehende Termine für diese Pferdegruppe nur noch unter streng definierten Voraussetzungen durchführen.

Warum dieser Schritt?

Die Arbeit als Bearbeiter ist körperlich extrem fordernd. Sie funktioniert nur dann reibungslos, wenn eine verlässliche Basis zwischen Pferd, Besitzer und Bearbeiter besteht. In der jüngeren Vergangenheit kam es bei der Arbeit mit Kaltblütern leider viel zu oft zu unvorhersehbaren, gefährlichen Situationen und schweren Arbeitsunfällen, die bei mir bis hin zu einem zeitweisen Totalausfall meiner Arbeitskraft geführt haben. Ein solcher Ausfall trifft dann nicht nur mich persönlich, sondern führt unweigerlich dazu, dass alle nachfolgenden Termine abgesagt werden müssen und unbeteiligte Kunden völlig unnötig in Versorgungsprobleme geraten.

Die enorme körperliche Kraft dieser wundervollen Tiere, gepaart mit mangelnder Grunderziehung, fehlendem Training oder genereller Kooperationsunbereitschaft, stellt für mich ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Ein Pferd, das sein Gewicht nicht selbstständig ausbalancieren kann oder die Hufbearbeitung verweigert, macht den Termin zu einem lebensgefährlichen Kraftakt.

Unter welchen Voraussetzungen eine Bearbeitung zukünftig möglich ist

Da mir eine gute Versorgung der Pferde am Herzen liegt, bin ich in Einzelfällen und nach Absprache weiterhin dazu bereit, Kaltblüter zu betreuen – jedoch ausschließlich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Eigenständiges Aufhalten: Der Besitzer (oder eine körperlich dazu in der Lage befindliche Begleitperson) übernimmt während des gesamten Termins das Aufhalten der Hufe.

  • Nachweisliches Training & Abbruchregelung: Es findet ein konsequentes, gezieltes Training mit dem Pferd statt, das eine kooperative und gefahrlose Arbeit ermöglicht. Sollte sich während des Termins zeigen, dass eine sichere Bearbeitung nicht möglich ist, wird die Arbeit umgehend abgebrochen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der Termin in diesem Fall dennoch kostenpflichtig bleibt, da die Zeit exklusiv für Sie geblockt und die Anfahrt bereits geleistet wurde.

Qualität braucht Sicherheit

Ein hektischer oder gar gefährlicher Arbeitsablauf widerspricht meiner Philosophie grundlegend. Mein Anspruch ist es, keine schnellen „Standardlösungen“ zu liefern, sondern jedem Tier mit Ruhe und fachlichem Geschick zu begegnen. Wenn die grundlegende Erziehung am Boden fehlt und meine körperliche Unversehrtheit – und damit die Existenz meines Betriebes – regelmäßig auf dem Spiel steht, kann ich diese Arbeit so nicht mehr verantworten.

Mir ist bewusst, dass diese Einschränkung für betroffene Besitzer eine Herausforderung darstellt, und mir fällt dieser Schritt nicht leicht. Um jedoch meinen Kunden weiterhin die gewohnte Qualität und Verlässlichkeit bieten zu können, muss die Arbeitssicherheit kompromisslos an erster Stelle stehen. Ich appelliere in diesem Zuge allgemein an die Wichtigkeit solider Bodenarbeit – sie ist die absolute Grundvoraussetzung für eine gesunde und sichere Hufbearbeitung.

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

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